FILMSTARTS AM 16.04.2026

16
APR
2026

Kill Bill: The Whole Bloody Affair

2003 und 2004 erschienen „Kill Bill, Vol. 1“ sowie „Kill Bill, Vol. 2“ in den hiesigen Kinos. Dank „Kill Bill: The Whole Bloody Affair“ ist Quentin Tarantinos Racheepos erstmals so zu sehen, wie er ursprünglich gedacht war – als ein durchgehender Film.
Nach einem brutalen Massaker an ihrer Hochzeitsgesellschaft erwacht Beatrix Kiddo, genannt die Braut (Uma Thurman), aus dem Koma. Getrieben von dem Wunsch nach Vergeltung arbeitet sie eine Todesliste ab, auf der ihre ehemaligen Weggefährt*innen aus dem Deadly Viper Assassination Squad stehen. Ihr Weg führt sie unter anderem zu der Yakuza-Kämpferin O-Ren Ishii (Lucy Liu), der tödlichen Elle Driver (Daryl Hannah) und schließlich zu ihrem ehemaligen Mentor und Geliebten Bill (David Carradine).

Crew , Cast & Facts

Cast (Auswahl)

Cast (Hauptdarsteller)

  • Uma Thurman – The Bride / Beatrix Kiddo
  • David Carradine – Bill
  • Lucy Liu – O-Ren Ishii
  • Daryl Hannah – Elle Driver
  • Vivica A. Fox – Vernita Green
  • Michael Madsen – Budd
  • Gordon Liu – Pai Mei / Johnny Mo

Crew

🧑‍🎬 Crew

  • Regie & Drehbuch: Quentin Tarantino
  • Produktion: Lawrence Bender
  • Kamera: Robert Richardson
  • Schnitt: Sally Menke
  • Musik: u. a.

Facts

Fakten & Wissenswertes

  • 🎬 Genre: Action, Martial-Arts, Thriller
  • 📅 Veröffentlichung: erstmals 2006 (Festival-Screenings)
  • ⏱ Laufzeit: ca. 247 Minuten (kombinierte Fassung von Vol. 1 & 2)
  • 🎞 Besonderheit:
    → Zusammenführung von
    • Kill Bill: Volume 1
    • Kill Bill: Volume 2

🎬 Unterschiede zur Kinofassung

  • 🩸 Mehr Gewalt & ungeschnittene Szenen
  • 🎨 O-Ren-Ishii-Kampf in Farbe (statt Schwarz-Weiß)
  • 🔄 Andere Szenenabfolge (von Quentin Tarantino ursprünglich so gedacht)
  • 📺 Anime-Sequenz erweitert

🎬 Produktion & Hintergrund

  • Ursprünglich als ein Film geplant, später in zwei Teile aufgeteilt
  • „The Whole Bloody Affair“ entspricht eher Tarantinos ursprünglicher Vision
  • Lange Zeit nur bei Special Screenings (z. B. Cannes) gezeigt
  • Bis heute keine breite offizielle Veröffentlichung im Heimkino

🎯 Besonderheiten

  • Hommage an Kung-Fu-, Samurai- und Exploitation-Filme
  • Extrem stilisierte Gewaltästhetik
  • Kultstatus unter Filmfans
  • Einer der ikonischsten Rachefilme der Filmgeschichte

Fazit

Kill Bill: The Whole Bloody Affair“ ist die ultimative Version von Tarantinos Racheepos. Länger, kompromissloser und näher an seiner ursprünglichen Vision als die beiden Einzelteile.

👉 Kurz gesagt:
Ein stilprägendes, exzessives Meisterwerk – Pflichtprogramm für Fans von Quentin Tarantino und cineastischer Actionkunst.

 

16
APR
2026

Vier minus drei

Barbara (Valerie Pachner) und ihr Partner Heli (Robert Stadlober) führen mit ihren beiden Kindern Fini
und Thimo ein glückliches und liebevolles Familienleben. Als professionelle Clowns nehmen sie das
Leben nicht zu ernst und wissen, dass man auch über das lachen kann, was misslingt. Als Barbara wie
aus dem Nichts durch einen Unfall ihre Familie verliert, bricht eine Welt für sie zusammen.
Der Verlust lässt sie am Clownsein und dem eigenen Lebenssinn zweifeln. Doch Barbara stellt sich ihrem Schicksal.
Mutig und unkonventionell findet sie ihren Weg, mit der Trauer umzugehen. Schritt für Schritt erkennt
sie, dass das Leben trotz allem weitergeht, wenn man es nur wagt, ihm neu zu begegnen.

Crew , Cast & Facts

Cast

Cast (Hauptdarsteller)

  • Jonas Dassler
  • Paula Beer
  • Katja Riemann
  • Peter Lohmeyer
  • Luna Wedler

Crew

🧑‍🎬 Crew

  • Regie: Adrian Goiginger
  • Drehbuch: Adrian Goiginger
  • Produktion: Wolfgang Ritzberger
  • Kamera: Paul Sprinz
  • Musik:

 

Facts

  • Neuer Film von Adrian Goiginger, bekannt für emotionale, persönliche Stoffe
  • Fokus auf realistische Figuren und intensive Charakterentwicklung
  • Gedreht in Österreich und Deutschland

🎯 Besonderheiten

  • Stark ensemblegetriebenes Drama
  • Ruhige, intensive Inszenierung statt großer Effekte
  • Kombination aus bekannten deutschen und österreichischen Schauspielern
  • Emotionaler Fokus auf zwischenmenschliche Beziehungen

Fazit

Vier minus drei“ ist ein sensibles, charaktergetriebenes Drama, das sich mit existenziellen Fragen des Lebens auseinandersetzt. Der Film überzeugt vor allem durch seine Nähe zu den Figuren und seine emotionale Ehrlichkeit.

👉 Kurz gesagt:
Ein ruhiger, intensiver Film über Verlust und Zusammenhalt – getragen von einem starken Ensemble.

16
APR
2026

Paris Murder Mystery

Die Amerikanerin Lilian Steiner (Jodie Foster) lebt seit Jahren in Paris und hat sich dort einen Namen als brillante Therapeutin gemacht. Als ihre Patientin Paula (Virginie Efira) unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, ist sie fassungslos. War es wirklich Selbstmord, wie die Polizei rasch annimmt? Oder hat jemand sehr geschickt nachgeholfen? Zusammen mit ihrem Ex-Mann Gabriel (Daniel Auteuil), der noch immer nicht von ihr lassen kann, begibt sich Lilian auf eine turbulente Spurensuche, um dem Geheimnis von Paula auf die Spur zu kommen.
Die zweifache Oscar®-Preisträgerin Jodie Foster ist zurück auf der großen Leinwand! In PARIS MURDER MYSTERY zieht sie alle Register ihres komödiantischen Könnens. Dabei wird sie mit sichtlich viel Freude begleitet von einem hochkarätigen französischen Ensemble aus Daniel Auteuil, Virginie Efira und Mathieu Amalric. Regisseurin Rebecca Zlotowski gelingt ein temporeicher Cocktail voller überraschender Wendungen und pointierter Dialoge, der mit viel Fantasie und Leichtigkeit zwischen Humor, Spannung und Romantik navigiert.

Crew , Cast & Facts

Cast

🎭 Cast (Hauptdarsteller)

  • Jodie Foster – Lilian Steiner
  • Daniel Auteuil – Gabriel Haddad
  • Virginie Efira – Paula Cohen-Solal
  • Mathieu Amalric – Simon Cohen-Solal
  • Vincent Lacoste – Julien Haddad-Park
  • Luàna Bajrami – Valérie Cohen-Solal
  • Irène Jacob – Vera
  • Aurore Clément – Perle Friedman

Crew

🧑‍🎬 Crew

  • Regie: Rebecca Zlotowski
  • Drehbuch: Rebecca Zlotowski, Anne Berest, Gaëlle Macé 
  • Produktion: Frédéric Jouve 
  • Kamera: George Lechaptois 
  • Schnitt: Géraldine Mangenot 
  • Musik: Robin Coudert

Facts

  • Sechster Spielfilm von Rebecca Zlotowski 
  • Internationale Aufmerksamkeit durch Jodie Foster, die hier erstmals seit vielen Jahren wieder auf Französisch spielt
  • Mischung aus klassischem Krimi und psychologischem Drama
  • Vom Stil her inspiriert von Hitchcock- und De-Palma-Elementen

🎯 Besonderheiten

  • 🧠 Fokus auf Psychologie statt klassischem „Whodunit“
  • 🇫🇷 Starkes französisches Ensemble trifft auf Hollywood-Star
  • 🎭 Balance aus Spannung, Humor und Beziehungsdrama
  • 🌀 Spiel mit Realität, Erinnerung und Wahrnehmung

 

 

Fazit

Paris Murder Mystery“ ist ein eleganter, leicht verspielter Krimi, der weniger auf klassische Auflösung als auf Atmosphäre und Figuren setzt. Besonders Jodie Foster trägt den Film mit Charisma und feinem Gespür für Humor und Tiefe.

👉 Kurz gesagt:
Ein stilvoller, ungewöhnlicher Mystery-Film mit psychologischem Fokus – intelligent, unterhaltsam und bewusst anders erzählt.

16
APR
2026

Lee Cronins - The Mummy

Acht Jahre lang galt Katie als verschollen. Als die Tochter des Journalisten Paul (Jack Reynor) plötzlich unversehrt aus der Wüste zurückkehrt, hofft die Familie auf ein Wunder – doch schnell zeigt sich, dass etwas Düsteres mit ihr heimgekehrt ist. Unerklärliche Ereignisse erschüttern das Haus, während Katie verstörende Erinnerungsfetzen an ihre Zeit im Sand preisgibt. Paul versucht verzweifelt herauszufinden, was in der Wüste geschehen ist, doch jede neue Spur führt tiefer in einen Albtraum aus uralten Kräften und unheimlichen Visionen.

Crew , Cast & Facts

Cast

Die Besetzung setzt auf eine Mischung aus etablierten Genre-Gesichtern und aufstrebenden Talenten. Jack Reynor („Midsommar“) übernimmt die Rolle des Vaters. In weiteren Rollen sind Laia Costa („Victoria“), Nachwuchsdarstellerin Natalie Grace („The Conjuring: Last Rites“), Verónica Falcón („Queen of the South“) und May Calamawy („Moon Knight“) zu sehen.

Crew

  • Regie & Drehbuch: Lee Cronin
  • Produktion: James Wan, Jason Blum
  • Produktionsfirmen: Blumhouse Productions & Atomic Monster

Facts

  • Nach dem Scheitern des „Dark Universe“ (u. a. The Mummy) setzt Universal Pictures nun auf eigenständige Horrorfilme
  • Zusammenarbeit der Erfolgsproduzenten von modernen Horrorhits (Blumhouse & Atomic Monster)
  • Regisseur Lee Cronin wurde durch Evil Dead Rise bekannt

🎯 Besonderheiten

  • 💀 Klarer Fokus auf Horror statt Blockbuster-Action
  • 🎬 Kreativer Neustart der Mumien-Marke
  • 🤝 Kombination zweier führender Horror-Studios
  • 🎥 Erwartet wird ein roh-intensiver Stil ähnlich moderner Genre-Hits

 

 

Fazit

The Mummy“ könnte der spannendste Neustart der Reihe seit Jahren werden. Statt Spektakel setzt der Film auf Atmosphäre, Angst und eine klare Handschrift.

👉 Kurz gesagt:
Ein vielversprechender Horror-Reboot, der die Mumie endlich wieder unheimlich machen will – und damit genau den Nerv heutiger Genrefans treffen dürfte.

16
APR
2026

Normal

Eigentlich sollte die vorübergehende Versetzung in die verschlafene Kleinstadt Normal für Sheriff Ulysses (Bob Odenkirk) eine willkommene Auszeit von Eheproblemen und beruflichen Rückschlägen sein. Doch als ein misslungener Banküberfall die trügerische Ruhe der Stadt durcheinanderbringt, wird schnell klar, dass die Bewohner weit mehr zu verbergen haben, als zunächst angenommen. Ulysses merkt plötzlich: Diese Kleinstadt ist alles andere als „normal“...

Crew , Cast & Facts

Cast

🧑‍🎭 Cast (Hauptbesetzung)

  • Bob Odenkirk – Sheriff Ulysses
  • Lena Headey – Moira
  • Henry Winkler – Bürgermeister Kibner
  • Brendan Fletcher – Keith
  • Jess McLeod – Alex
  • Peter Shinkoda – Joe
  • Ryan Allen – Blaine Anderson
  • Billy MacLellan – Deputy Mike Nelson
  • Reena Jolly – Lori
  • Summer H. Howell – Young Woman

 

Crew

🎬 Crew

  • Regie: Ben Wheatley
  • Drehbuch: Derek Kolstad
  • Story: Derek Kolstad & Bob Odenkirk
  • Produzenten: Derek Kolstad, Bob Odenkirk, Marc Provissiero
  • Kamera: Armando Salas
  • Schnitt: Jonathan Amos
  • Musik: Harry Gregson-Williams & Ryder McNair

Facts

  • Vom Autor der John-Wick-Reihe: Derek Kolstad – das merkt man dem Filmstil deutlich an. 
  • Wiedervereinigung des Teams hinter Nobody: Bob Odenkirk + Kolstad. 
  • Mischung aus Neo-Western, Crime-Thriller und schwarzem Humor. 
  • Premiere u. a. auf Festivals (z. B. TIFF 2025 im Midnight Madness-Programm). 
  • Spielt bewusst mit dem Kontrast „Idyllische Kleinstadt vs. totale Korruption“. 

 

 

Fazit

„Normal“ wirkt auf den ersten Blick wie ein klassischer Crime-Thriller – entfaltet aber schnell eine deutlich bissigere, stilisierte Note. Regisseur Ben Wheatley bringt eine angenehm eigenwillige Handschrift ein, während Derek Kolstad dem Film die vertraute Härte und Präzision verleiht, die man bereits aus seinen früheren Arbeiten kennt.

Besonders hervorzuheben ist Bob Odenkirk, der erneut beweist, dass er weit mehr ist als nur Charakterdarsteller – seine Präsenz trägt den Film mühelos. Unterstützt wird er von einer starken, leicht exzentrischen Nebenbesetzung, allen voran Lena Headey.

Inhaltlich überzeugt der Film weniger durch große Überraschungen als durch Atmosphäre, Tempo und eine konsequent düstere Grundstimmung. Die Mischung aus Neo-Western-Elementen und modernem Crime sorgt für eine eigenständige Tonalität, die sich angenehm vom Mainstream abhebt.

Unterm Strich:
Ein stilbewusster, rauer Thriller mit markanten Darstellern und klarer Handschrift – nicht revolutionär, aber konsequent und sehenswert. Besonders für Fans harter, reduzierter Crime-Stoffe eine klare Empfehlung.

16
APR
2026

Friedas Fall

Im Jahr 1904 steht der Fall der jungen Näherin Frieda Keller im Brennpunkt einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung über Recht und Gerechtigkeit. Staatsanwalt Walter Gmür und Verteidiger Arnold Janggen sehen sich nicht nur mit beruflichen, sondern auch persönlichen Herausforderungen konfrontiert, die ihre Auffassung von Moral und Gleichheit hinterfragen. Erna Gmür, die Ehefrau des Staatsanwalts, entdeckt in ihrer Zuneigung zu Frieda die Wahrheit über Ungerechtigkeiten, die Frauen zu ertragen haben. Gesine Janggen, die Frau des Verteidigers, setzt sich entschlossen für Friedas Rechte ein und drängt ihren Ehemann, für Gleichstellung vor Gericht zu kämpfen.

Die öffentliche Aufmerksamkeit, verstärkt durch Proteste und grenzüberschreitende Berichterstattung, stellt das patriarchale Rechtssystem in Frage und bringt die Anwälte an den Rand ihrer Fähigkeiten. Inmitten dieses Tumults setzt sich ausgerechnet Staatsanwalt Gmür für Friedas Gnadengesuch ein. Enthüllt wird ein heuchlerisches System, das Männer schützt und Frauen für Taten verurteilt, für die sie nicht allein verantwortlich sind.

Diese Geschichte hinterfragt die Rolle der Frau in der Gesellschaft sowie den Umgang mit Scham und Moralvorstellungen. FRIEDAS FALL ist nicht nur die wahre Erzählung eines tragischen Schicksals, sondern auch ein Spiegel gesellschaftlicher Debatten über Gleichstellung, die bis in die heutige Zeit fortwirkt.

Crew , Cast & Facts

Cast

Julia Buchmann– Frieda Keller

Stefan Merki

Rachel Braunschweig

 

Crew

Regie: Maria Brendle

Drehbuch: Maria Brendle

Genre: Historisches Drama / Gerichtsdrama

Produktionsland: Schweiz

Sprache: Deutsch (Schweizerdeutsch / Hochdeutsch)

Facts

Thema: Basierend auf einem realen Kriminalfall aus der Schweiz.

Vorlage: Fall der jungen Dienstmagd Frieda Keller (Anfang 20. Jahrhundert).

Zeit: Um 1900 – Wil / Ostschweiz.

Festivalpremiere: Internationaler Festivalstart (u. a. Locarno-Kontext).

Kinostart: Schweiz 2024 (Arthouse-Auswertung).

Tonfall: Düster, realistisch, gesellschaftskritisch.

 

 

Fazit

„Friedas Fall“ ist kein Film, der gefallen will. Er fordert Aufmerksamkeit, Geduld und Empathie. Doch wer sich auf dieses stille Gerichtsdrama einlässt, erlebt ein Werk von seltener Klarheit und moralischer Tiefe.

Ein eindringliches Stück Erinnerungskino – und ein wichtiger Beitrag zur Wiederentdeckung weiblicher Geschichte.

16
APR
2026

Kiss of the Spider Woman

Argentinien Anfang der 1980er-Jahre: Während der Militärdiktatur sitzt der homosexuelle Friseur Luis (Tonatiuh) wegen angeblicher Vergehen im Gefängnis. Um der brutalen Realität zu entkommen, flüchtet er sich in Fantasien über seine Lieblingsfilme. Besonders verehrt er die Leinwanddiva Ingrid Luna (Jennifer Lopez), die in einem ihrer bekanntesten Filme die mysteriöse Spider Woman verkörpert – eine Frau, deren Kuss tödlich ist.

Als der marxistische Widerstandskämpfer Valentin (Diego Luna) in Luis’ Zelle verlegt wird, prallen zwei Welten aufeinander. Zwischen Misstrauen, politischen Diskussionen und wachsender Nähe entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft. Getragen von Musik und Kino finden beide einen Weg, Menschlichkeit zu bewahren. Die Grenzen zwischen Realität und Filmfantasie verschwimmen zunehmend – und offenbaren, wie eng Hoffnung, Liebe und Überleben miteinander verbunden sind.

Crew , Cast & Facts

Cast

🧑‍🎭 Cast (Hauptbesetzung)

  • Jennifer Lopez – Aurora / Ingrid Luna / Spider Woman
  • Diego Luna – Valentín Arregui
  • Tonatiuh – Luis Molina
  • Bruno Bichir – Oscar Ledesma
  • Josefina Scaglione – Marta
  • Aline Mayagoitia – Paulina Paz
  • Tony Dovolani – Johnny Desiderio

 

Crew

🎬 Crew

  • Regie & Drehbuch: Bill Condon
  • Vorlage: Manuel Puig (Roman, 1976)
  • Weitere Autoren: Terrence McNally
  • Produzenten: Barry Josephson, Tom Kirdahy u. a.
  • Executive Producer: u. a. Ben Affleck, Matt Damon
  • Kamera: Tobias A. Schliessler
  • Schnitt: Brian A. Kates
  • Musik: John Kander (Original-Musical)

Facts

  • Basierend auf dem Roman El beso de la mujer araña (1976) von Manuel Puig. 
  • Zweite große Filmadaption nach der Oscar-prämierten Version von 1985. 
  • Adaptiert zusätzlich das Tony-prämierte Broadway-Musical. 
  • Auffällig ist der Stilbruch: harte Gefängnisrealität vs. farbenprächtige Musical-Fantasien. 
  • Jennifer Lopez spielt gleich mehrere Rollen – ein zentrales stilistisches Element des Films.

 

 

Fazit

Diese Neuverfilmung ist weniger ein klassisches Remake als vielmehr eine eigenständige Neuinterpretation mit klarer künstlerischer Handschrift. Bill Condon verbindet politische Gefängnisrealität mit opulenter Musical-Ästhetik – ein Spagat, der nicht immer vollständig aufgeht, aber durch seinen Mut beeindruckt.

Im Zentrum steht Jennifer Lopez, die mit sichtbarer Hingabe mehrere Rollen verkörpert und dem Film seine schillernde Oberfläche verleiht. Gleichzeitig sorgen Diego Luna und Tonatiuh für die emotionale Erdung – ihre Figuren tragen die eigentliche Tiefe der Geschichte.

Inhaltlich entfaltet der Film seine größte Stärke in der intimen Dynamik zwischen den beiden Gefangenen und der schrittweisen Annäherung ihrer gegensätzlichen Weltbilder. Die Musical-Sequenzen setzen visuelle Akzente, wirken aber stellenweise wie ein bewusster Bruch statt als organische Erweiterung der Handlung.

Unterm Strich:
Ein ambitioniertes, visuell reizvolles Drama mit politischem Unterbau und starken Darstellern. Nicht durchgehend stimmig, aber künstlerisch interessant – besonders für Zuschauer, die offen für ungewöhnliche Erzählformen und die Verbindung von Musical und Drama sind.

16
APR
2026

Allegro Pastell

Autorin Tanja und Webdesigner Jerome, beide Mitte 30, haben sich in ihrer Fernbeziehung im Gleichgewicht zwischen Nähe und Distanz eingerichtet. Als Tanja einen Vorgeschmack von einer gemeinsamen Zukunft bekommt, fragt sie sich, ob sie das wirklich will.

Crew , Cast & Facts

Cast

🧑‍🎭 Cast (Hauptbesetzung)

  • Sylvaine Faligant – Tanja Arnheim
  • Jannis Niewöhner – Jerome Daimler
  • Luna Wedler – Sarah Arnheim
  • Martina Gedeck – Ulla Arnheim
  • Wolfram Koch – Konstantin Arnheim
  • Haley Louise Jones – Marlene Seidl
  • Vera Flück – Amelie
  • Nico Ehrenteit – Jannis
  • Jacob Schreier – Julian

 

Crew

🎬 Crew

  • Regie: Anna Roller
  • Drehbuch: Leif Randt (nach eigenem Roman)
  • Produzenten: Tobias Walker, Philipp Worm
  • Kamera: Felix Pflieger
  • Schnitt: Andreas Wodraschke
  • Musik: Max Rieger

Facts

  • Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Leif Randt aus dem Jahr 2020. 
  • Der Autor schrieb selbst das Drehbuch – seltene Werktreue. 
  • Drehorte: Berlin, Brandenburg, Frankfurt und Lissabon. 
  • Stilistisch auffällig: ruhige, oft statische Kamera, die Distanz visuell widerspiegelt. 
  • Thematisch ein typisches „Millennial-Beziehungsporträt“ zwischen Selbstoptimierung, Freiheit und emotionaler Leere.

 

 

Fazit

gelingt eine bemerkenswert nüchterne, fast schon klinische Beobachtung moderner Beziehungen. Statt klassischer Dramaturgie setzt der Film auf Stimmungen, Zwischentöne und das bewusste Aushalten von Distanz – ganz im Sinne der Vorlage von Leif Randt.

Die zentrale Dynamik zwischen Sylvaine Faligant und Jannis Niewöhner wirkt dabei weniger leidenschaftlich als vielmehr kontrolliert und reflektiert – was genau den Zeitgeist trifft, den der Film porträtieren will. Gefühle werden hier nicht ausgestellt, sondern analysiert.

Stärken liegen klar in der Atmosphäre und der präzisen Milieuschilderung: Großstadtästhetik, digitale Kommunikation und das permanente Austarieren von Nähe und Selbstverwirklichung greifen ineinander. Gleichzeitig kann diese bewusste Kühle auch auf Distanz halten – emotional wie erzählerisch.

Unterm Strich:
Ein stilistisch konsequentes, intellektuelles Beziehungsdrama, das weniger berührt als beobachtet. Für ein Publikum mit Sinn für subtile, zeitdiagnostische Stoffe äußerst interessant – wer jedoch klassische emotionale Fallhöhe sucht, könnte auf Abstand bleiben.

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