FILMSTARTS AM 23.04.2026
22
APR
2026
Michael
Als Teil der Jackson Five stand Michael Jackson (Jaafar Jackson) bereits im Kindesalter auf den Bühnen der Welt. Sein großer Durchbruch als Solokünstler folgte in den 1980er-Jahren, das Album und der Song „Thriller“ katapultierten den Musiker an die Spitze der Musikcharts und gaben ihm den Beinamen „King of Pop“. Im Film geht es um seine größten Triumphe, aber auch um Rückschlage. Sein ikonischer Moonwalk und die Bühnenshow auf der einen Seite, Vorwürfe an seiner Person, die er mit Hilfe seiner Anwälte rund um John Branca (Miles Teller) lösen musste, auf der anderen Seite.






Crew , Cast & Facts
Cast (Auswahl)
🧑🎭 Cast (Hauptbesetzung)
- Jaafar Jackson – Michael Jackson
- Juliano Krue Valdi – Young Michael
- Colman Domingo – Joe Jackson
- Nia Long – Katherine Jackson
- Miles Teller – John Branca
- Laura Harrier – Suzanne de Passe
- Kat Graham – Diana Ross
- Larenz Tate – Berry Gordy
- Kendrick Sampson – Quincy Jones
- Jessica Sula – La Toya Jackson
Crew
🎬 Crew
- Regie: Antoine Fuqua
- Drehbuch: John Logan
- Produzenten: Graham King, John Branca, John McClain
- Kamera: Dion Beebe
- Schnitt: John Ottman, Harry Yoon
- Musik: Lior Rosner
Facts
- Hauptdarsteller Jaafar Jackson ist der Neffe von Michael Jackson – sein Filmdebüt.
- Der Film soll kein beschönigtes Porträt, sondern eine möglichst umfassende Darstellung sein.
- Produktion bereits seit 2019 in Entwicklung.
- Drehstart: Januar 2024, mit Verzögerung durch den SAG-AFTRA-Streik.
- Teilweise wird über eine Aufteilung in mehrere Filme spekuliert.
Fazit
Dieses Biopic ist von vornherein ein Balanceakt: die Würdigung eines der größten Popstars aller Zeiten und gleichzeitig der Umgang mit einem hochkomplexen, teils kontroversen Leben. Antoine Fuqua inszeniert den Stoff erwartungsgemäß kraftvoll und zugänglich, während John Logan versucht, die vielen Facetten erzählerisch zu bündeln.
Im Zentrum steht Jaafar Jackson, dessen Besetzung allein schon ein starkes Statement ist. Seine physische und performative Nähe zu Michael Jackson verleiht dem Film Authentizität, birgt aber zugleich die Herausforderung, nicht in bloße Imitation abzurutschen.
Die große Stärke dürfte in den musikalischen Sequenzen liegen – hier kann der Film seine ganze Wucht entfalten. Dramaturgisch hingegen besteht die Gefahr, dass die Fülle an Lebensstationen zu Lasten von Tiefe und kritischer Einordnung geht.
Unterm Strich:
Ein ambitioniertes, publikumswirksames Biopic mit enormem Schauwert und kultureller Relevanz. Ob es wirklich ein differenziertes Porträt gelingt oder eher eine glanzvolle Hommage bleibt, entscheidet letztlich die Balance zwischen Mythos und Realität – genau darin liegt die eigentliche Spannung dieses Films.
23
APR
2026
Klassentreffen
Vier ehemalige Mitschüler treffen sich dreißig Jahre nach dem Abitur wieder: Der notorisch überdrehte Hervé (Laurent Lafitte), die scheinbar souveräne Anne (Vanessa Paradis), der gutmütige, aber desillusionierte Maxime (François Damiens) und der konfliktscheue Jordy (Jérôme Commandeur). Der plötzliche Tod eines früheren Klassenkameraden bringt sie zurück in ihre Kleinstadt – und auf die Idee, eine große Abi‑Reunion zu organisieren. Was als nostalgischer Abend mit Pop-Hits der 90er beginnt, wird schnell zu einem emotionalen Stresstest für alle Beteiligten.






Crew , Cast & Facts
Cast
🧑🎭 Cast (Hauptbesetzung)
- Jérôme Commandeur – Jordy Chartroux
- François Damiens – Maxime Chipirolès
- Laurent Lafitte – Hervé Baumier
- Vanessa Paradis – Anne Rougier
- Delphine Baril – Marion Tessaut
- Zineb Triki – Sofia
- Olivia Côte – Corinne Mollet
- Michaël Abiteboul – Daniel („Dadou“)
Crew
🎬 Crew
- Regie: Jérôme Commandeur
- Drehbuch: Jérôme Commandeur (basierend auf eigener Idee)
- Produktion: Frankreich
- Verleih: StudioCanal
Facts
- Klassische französische Ensemble-Komödie mit Fokus auf Midlife-Crisis und Selbstreflexion
- Thematisch verwandt mit Filmen wie Le Dîner de Cons oder modernen Reunion-Komödien
- Mischung aus Humor und melancholischer Rückschau auf verpasste Chancen
- Spielt stark mit dem Kontrast zwischen Jugendidealen und Lebensrealität
Fazit
Diese französische Ensemble-Komödie setzt weniger auf laute Gags als auf feine Beobachtungen menschlicher Schwächen. Jérôme Commandeur inszeniert das Wiedersehen als Mischung aus Humor und leiser Melancholie – ein Blick auf Lebensentwürfe, die nicht ganz so aufgegangen sind wie erhofft.
Das gut aufgelegte Ensemble, angeführt von François Damiens und Laurent Lafitte, sorgt für glaubwürdige Dynamiken und pointierte Dialoge. Vanessa Paradis bringt zusätzlich eine charmante, nostalgische Note ins Spiel.
Die Stärke des Films liegt klar in seiner Ehrlichkeit: Statt reiner Nostalgie zeigt er, wie sehr sich Menschen – und ihre Selbstbilder – im Laufe der Jahre verschieben. Dabei trifft der Humor oft ins Schwarze, ohne die Figuren bloßzustellen.
Unterm Strich:
Eine warmherzige, leicht bittersüße Komödie mit viel Wiedererkennungswert. Kein Feuerwerk an Pointen, aber ein intelligenter, menschlicher Blick auf Vergangenheit, Freundschaft und die Frage, was vom eigenen Lebenstraum übrig bleibt.
23
APR
2026
Pferd am Stiel
Zufällig entdeckt die 13-jährige Sarah aus der Mü nchner Hochhaussiedlung Neuperlach im Netz den finnischen Sport „Hobby Horsing“, bei dem Jugendliche auf Steckenpferden Turniere austragen, und ist sofort begeistert. Ihre beste Freundin Dilek findet Sarahs neues Hobby eher peinlich, doch lässt sie sich überreden mitzumachen. Als sie dadurch zum Gespött der Schule werden, zerstreiten sich Dilek und Sarah. Doch als Sarah die Turnierreiterin Beatrice kennenlernt, die unter dem Druck ihrer ehrgeizigen Mutter leidet, findet sie eine neue Mitstreiterin. Beatrice trainiert sie, und die beiden reisen auf eigene Faust zur großen Hobby-Horsing-Meisterschaft nach Finnland.






Crew , Cast & Facts
Cast
🧑🎭 Cast (Hauptbesetzung)
- Manon Debaille – Sarah
- Chiara Kitsopoulou – Dilek
- Aurelia Ott – Beatrice
- Lana Cooper
- Valerie Neuenfels
- Gonca de Haas
- Thomas Loibl
- Claudia Schlenger-Meilhamer
Crew
🎬 Crew
- Regie: Sonja Maria Kröner
- Drehbuch: Gerlind Becker
- Kamera: Julia Daschner
- Produktion: Lieblingsfilm (u. a. mit ZDF / KiKA)
Facts
- Fokus auf ein echtes Jugendphänomen: Hobby Horsing als wachsender Trendsport
- Gefördert im Rahmen der Initiative „Der besondere Kinderfilm“
- Drehorte u. a. in Bayern und Litauen
- Thematisch: Freundschaft, Außenseitertum, Selbstfindung
- Realistischer, lebensnaher Blick auf heutige Jugendkultur
Fazit
gelingt ein sensibler, nahbarer Jugendfilm, der ein zunächst belächeltes Thema überraschend ernst und respektvoll behandelt. Statt den Trendsport ins Lächerliche zu ziehen, rückt der Film konsequent die Perspektive seiner jungen Figuren in den Mittelpunkt.
Die Stärke liegt klar in der Authentizität: Die Konflikte rund um Freundschaft, Zugehörigkeit und Selbstbehauptung wirken glaubwürdig und zeitgemäß. Gerade die Dynamik zwischen den Mädchen – allen voran Manon Debaille – trägt den Film emotional.
Visuell und erzählerisch bleibt „Pferd am Stiel“ bewusst zurückhaltend, was gut zum Ton passt, aber stellenweise auch etwas zu brav wirkt. Große dramatische Ausschläge meidet der Film zugunsten leiser, ehrlicher Momente.
Unterm Strich:
Ein einfühlsamer, moderner Jugendfilm mit wichtiger Botschaft über Selbstakzeptanz und Mut zur Individualität. Kein spektakuläres Kino, aber ein glaubwürdiges und sympathisches Porträt einer Generation, die ihren eigenen Weg sucht.
23
APR
2026
Die reichste Frau der Welt
Die reichste Frau der Welt: Voller Schönheit, Intelligenz und grenzenloser Macht. Sie begegnet einem Fotografen voll unverschämtem Ehrgeiz und angetrieben von einem Wahnsinn, der auch Genie sein könnte. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Mit kreativer Boshaftigkeit nistet er sich ein – in den altehrwürdigen Machtstrukturen dieser Familie und ihrem grenzenlosen Luxus. Doch da ist auch noch eine Tochter, die um ihr Erbe, die Familie und die Liebe ihrer Mutter kämpft. Und ein Butler, der mehr weiß als er sagt. Über Familiengeheimnisse und fragwürdige Spenden in astronomischen Höhen. Es beginnt ein Krieg, dem alle Mittel recht sind.
Ein berauschend komisches Drama, das in seinen Abgründen an Shakespeare erinnert: DIE REICHSTE FRAU DER WELT mit einer brillanten Isabelle Huppert in der Titelrolle ist eine so grandiose wie doppelbödige Satire über die Macht des Geldes und den verführerischen Glauben an eine Familie, die ihr widerstehen könnte.






Crew , Cast & Facts
Cast
🧑🎭 Cast (Hauptbesetzung)
- Isabelle Huppert – Marianne Farrère
- Laurent Lafitte – Pierre-Alain Fantin
- Marina Foïs – Frédérique Spielman
- Raphaël Personnaz – Jérôme Bonjean
- André Marcon – Guy Farrère
- Mathieu Demy – Jean-Marc Spielman
- Micha Lescot – De Veray
Crew
🎬 Crew
- Regie: Thierry Klifa
- Drehbuch: Thierry Klifa, Cédric Anger, Jacques Fieschi
- Kamera: Hichame Alaouie
- Schnitt: Chantal Hymans
- Musik: Alex Beaupain
- Produktion: Récifilms / Wy Productions
Facts
- Stark von realen Ereignissen inspiriert – insbesondere von französischen Wirtschaftsskandalen
- Mischung aus Satire, Familiendrama und Gesellschaftskritik
- Isabelle Huppert liefert eine zentrale, vielfach gelobte Performance
- Mehrere César-Nominierungen 2026 (u. a. für Darstellerleistungen)
- Tonalität erinnert bewusst an klassische Tragödien (Shakespeare-Anklänge)
Fazit
inszeniert ein vielschichtiges Drama, das geschickt zwischen Gesellschaftssatire und psychologischem Kammerspiel pendelt. Im Zentrum steht dabei eine überragende Isabelle Huppert, die ihrer Figur eine faszinierende Mischung aus Stärke, Verletzlichkeit und Naivität verleiht.
Der Film lebt weniger von äußerer Handlung als von subtilen Machtverschiebungen und emotionalen Abhängigkeiten. Besonders das Zusammenspiel mit Laurent Lafitte sorgt für eine permanente Spannung, die sich langsam, aber konsequent zuspitzt.
Stilistisch bleibt das Werk elegant und kontrolliert, manchmal fast kühl – was die Distanz zur Welt der Superreichen unterstreicht, aber zugleich die emotionale Identifikation erschweren kann. Gerade diese Nüchternheit macht jedoch den Reiz der Inszenierung aus.
Unterm Strich:
Ein intelligentes, fein gespieltes Drama mit satirischem Unterton und starker Hauptdarstellerin. Kein leicht zugängliches Kino, aber ein präziser Blick auf Macht, Geld und Manipulation – besonders für ein anspruchsvolles Publikum sehenswert.
23
APR
2026
Rosebush Pruning
Unter der katalanischen Sonne lebt eine wohlhabende, weiße US-amerikanische Familie in hedonistischer Isolation und sucht Liebe und Bestätigung im Miteinander, in Designerkleidung und Popmusik. Als eine Außenstehende in ihr Leben tritt, kommen unterdrückte Spannungen zum Vorschein und Familienbande drohen zu zerreißen. ROSEBUSH PRUNING, unter der Regie des preisgekrönten Karim Aïnouz und nach einem Drehbuch des Oscar-nominierten Efthimis Filippou, ist eine provokante, bissige Satire auf die Absurdität patriarchaler Familienstrukturen.










